Liebe Mitglieder,
in den vergangenen Tagen mussten wir unsere anstehende Arbeit im Gemüsegarten (u. a. Bodenbearbeitung, Gewächshaus bepflanzen, Ernte für die Einlagerung) zurückstellen und uns die Zeit nehmen, um die amtlich vorgeschriebene Mindestbearbeitung von „Seedorf“ (unser Acker, den wir als Geberfläche nutzten) zu erfüllen und wertvolle Biomasse für den Kompost, den wir für die Gemüsebauflächen benötigen, zu gewinnen. Bevor unser kleiner Trecker gestern zum TÜV und fälligen Service abgeholt wurde, musste er tagelang ordentlich arbeiten und die knapp sieben Hektar Gründüngung mähen, schwaden und auf Haufen zusammenschieben. Das für uns widrige feuchte Wetter kommt dem Zersetzungsprozess der Grünmasse entgegen und lässt auf eine zügige Rotte hoffen. Dadurch verringert sich das Volumen und reduziert den Aufwand für den Abtransport. Bis zum Frühjahr müssen nun geeignete Witterungsverhältnisse abgewartet und dann alles zu den Gemüsebauflächen befördert und gestreut werden. Eine zähe Angelegenheit, aber absolut notwendig zum Erhalt der Böden. Denn der Kompost ist das Futter für das Bodenleben, welches unser Gemüse nährt.
Wir sehen in den kommenden Tagen/ Wochen dem ersten deutlicheren Nachtfrost entgegen. Je nachdem kann es zu Verzögerungen bei der Ernte kommen, da wir warten müssen bis das Gemüse aufgetaut ist, auch wenn es sich um frostharte Kulturen handelt. Würden wir sie gefroren berühren/ ernten, würden die Pflanzenzellen und somit auch die Pflanze beschädigt werden.
Daher haben wir schon gestern ein Spitzkohlbeet abgeerntet und werden diesen, weil es ganz unterschiedliche Größen sind, wahrscheinlich nach Gewicht auf die großen Stationen aufteilen. Zum Spitzkohl generell ist noch zu sagen, dass er gerne von kleinen Larven heimgesucht wird und diese besonders im unteren Bereich tiefgehende Fraßschäden verursachen. Oft müssten wir, um eine kleine Schadstelle zu entfernen, viele große Blätter abschälen, die ansonsten ganz in Ordnung sind. Um diese Verschwendung im Rahmen zu halten, werden wir diese Stellen einfach rausschneiden bzw. so belassen.
Auch den Pak Choi für die beiden kleinen Stationen sowie so manchen unerwartet nachgewachsenen Blumenkohl und Romanesco haben wir gestern geerntet.
Heute wurde für alle Stangensellerie geerntet. Aus dem Lager bringen wir Kartoffeln, Butternut, Knoblauch, geringelte Bete und ein paar nachgereifte Tomaten mit.
Wir freuen uns, viele von Euch am kommenden Sonntag (23.11.25) in den Räumen des Netzwerk Freie Kultur e.V. (Breiter Weg 30, 39104 Magdeburg) um 14:00 Uhr zur Mitgliederversammlung wieder zu sehen bzw. kennenzulernen.
Neben den angekündigten Themen freuen wir uns über Fragen und Interesse an unser aller Schaffen in und um die ganze Solawi herum. Kommt und wirkt mit, davon lebt die Solawi. Haltet sie lebendig, entdeckt die Freude daran, an etwas mitzuwirken, das die Welt ein bisschen anders macht.
Herzliche Grüße Heike und Sebastian